Grenzen setzen, ohne ständig ein schlechtes Gewissen zu haben
Eine Grenze ist keine Abweisung, sondern eine Information: So weit kann ich, das möchte ich, hier ist Schluss. Das schlechte Gewissen entsteht meist nicht durch die Grenze selbst, sondern durch die Vorstellung, was andere darüber denken könnten. Genau dort lohnt es sich anzusetzen.
Claudia VeitWohlFühlZeit
01
Warum Grenzen so schwerfallen, wenn man viel trägt
Wer zuverlässig ist, wird gefragt. Wer immer Ja sagt, wird öfter gefragt. So entsteht über Jahre eine Rolle, aus der schwer herauszukommen ist – nicht, weil andere böswillig wären, sondern weil sich alle daran gewöhnt haben. Auch Du.
Eine Grenze zu setzen bedeutet dann, eine eingespielte Erwartung zu verändern. Das ist unbequem – für einen Moment. Die Alternative ist, es dauerhaft unbequem zu haben.
02
Grenzen beginnen bei Dir selbst
Die schwierigsten Grenzen sind nicht die gegenüber anderen, sondern die gegenüber den eigenen Ansprüchen: alles gut machen, niemanden enttäuschen, immer erreichbar sein. Wer diese inneren Regeln kennt, kann entscheiden, welche davon noch gelten sollen.
03
Freundlich und klar – beides geht
Eine Grenze braucht keine lange Begründung. „Das schaffe ich diese Woche nicht.“ „Da bin ich nicht dabei.“ „Ich melde mich morgen.“ Je kürzer und ruhiger der Satz, desto weniger Raum für Diskussion – und desto weniger fühlt er sich wie ein Angriff an.
Freundlichkeit liegt im Ton, nicht in der Nachgiebigkeit.
04
Mit der Reaktion der anderen umgehen
Nicht jeder wird begeistert reagieren. Das ist in Ordnung. Die Enttäuschung anderer ist nicht Dein Fehler und nicht Deine Aufgabe. Du kannst sie sehen, ohne sie zu lösen.
Oft zeigt sich: Die befürchtete Reaktion bleibt aus – oder ist deutlich kleiner als gedacht.
05
Klein anfangen und dranbleiben
Grenzen setzen ist keine Grundsatzentscheidung, sondern eine Übung im Alltag. Beginne dort, wo es am wenigsten kostet: eine Anfrage, die Du nicht sofort beantwortest. Eine Aufgabe, die Du zurückgibst. Ein Abend, den Du frei hältst.
Mit jeder kleinen Grenze wird deutlicher, wo Deine eigentlich liegen.
Zum Sortieren
Fragen, die Du Dir selbst stellen kannst
- Zu welcher Anfrage hast Du zuletzt Ja gesagt, obwohl Du Nein meintest?
- Welche innere Regel („Ich muss immer …“) kostet Dich am meisten?
- Welche Grenze würdest Du setzen, wenn Du sicher wüsstest, dass niemand böse ist?
Persönliche Begleitung
Wenn Du das nicht allein sortieren möchtest.
LA DOLCE VITA ist das persönliche 6-Wochen-1:1-Online-Mentoring von Claudia Veit unter der Marke WohlFühlZeit – für Menschen ab 40, die ihren Alltag, ihre Prioritäten, Grenzen und Wünsche wieder bewusster in die eigene Hand nehmen möchten.
Das Mentoring im Überblick Unverbindlich anfragen WohlFühlZeit Kompass